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Vorstellungsgespräch


FÜR BEWERBER


FÜR ARBEITGEBER

Das Vorstellungsgespräch - Bewerbungsfragen sicher beantworten

Viele Bewerber sind in Vorstellungsgesprächen sehr unsicher und fürchten die Fragen des Personalchefs. Dabei kann man sich auf viele dieser Fragen bereits vor dem Gespräch vorbereiten und dann dem Bewerbungsgespräch viel entspannter entgegensehen.

Um Ihnen bei Ihrem Bewerbungsgespräch zu helfen haben wir hier die häufigsten Bewerbungsfragen einmal zusammengefasst.


1. Was wissen Sie bereits über unser Unternehmen?

Egal wo sie sich bewerben, Sie können sicher sein, dass diese Frage gestellt wird. Um für dieser Frage optimal vorbereitet zu sein müssen Sie sich zuallererst über das Unternehmen informieren. Dazu gehört, dass Sie sich auf der entsprechenden Homepage des Unternehmens einmal gründlich umsehen. Dabei sollten Sie vor allem auf folgende Bereiche achten: 1. der Tätigkeitsbereich, 2. die Größe, 3. die Namen der Chefs, 4. die Firmenphilosophie, 5. die Firmengeschichte und alle anderen Informationen, die Sie für wichtig halten.

Ein kleiner Tipp: Wenn möglich sollten Sie sich auch nach dem Namen des Personalchefs erkundigen, denn diesen zu wissen macht oftmals gleich einen guten Eindruck.


2. Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?

Auch diese Frage gehört zu den Standardfragen in Bewerbungsgesprächen. Hier können Sie Ihre Interessen und Hobbys ausspielen. Leiten Sie zum Beispiel in Ihrer Freizeit eine Jugendgruppe oder engagieren sich in einem Verein, dann erwähnen Sie das. Beziehen Sie diese Punkte auf ihre zukünftigen Aufgaben und unterstreichen Sie Ihr Interesse an den Aufgaben des Unternehmens.


3. Was wissen Sie bereits über diesen Beruf und warum haben Sie sich für ihn beworben?

Da Sie sich ja für diesen Beruf beworben haben, wissen Sie ja bereits einiges darüber, was Sie erwartet, oder etwa nicht?! Dann sollten Sie sich schnellstens über den Beruf informieren. Nicht selten kommen Bewerber mit einer völlig falschen Einschätzung des Berufs zu den Bewerbungsgesprächen. Das hinterlässt beim Personalchef den Eindruck, als würde sich der Bewerber gar nicht wirklich für den Beruf interessieren. Dadurch sinken die Einstellungschancen gewaltig. Also: Informieren ist alles! Um Ihr Interesse an dem Beruf zu untermauern ist die genaue Kenntnis der tätigkeit Grundvoraussetzung. Jetzt können Sie versuchen Ihre Interessen und Hobbys auf den Job zu beziehen. Beispiele können auch hier sehr nützlich sein.


4. Welche Erfahrungen haben Sie bereits in diesem Tätigkeitsfeld?

Hier kommt es darauf an die eigenen Stärken in seinem Beruf auszuspielen. Erzählen Sie gerne von den Bereichen, in denen Sie schon oft gearbeitet haben und in denen Sie besonders gut sind. Sie sollten jedoch auch bemerken, in welchen Bereichen Sie sich noch nicht so gut auskennen, da spätestens bei der Zusammenarbeit diese Schwächen ans Licht kommen werden. Der Personalchef rechnet es Ihnen daher meist positiv an, wenn Sie Ihre Schwächen gleich zugeben, denn mal ehrlich.... Schwächen hat jeder! Also haben Sie keine Angst diese einzugestehen.


5. Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Bei dieser Frage ist es nur natürlich als Bewerber mehr Stärken zu nennen als Schwächen einzugestehen. Überlegen Sie sich daher schon vor dem Bewerbungsgespräch welche Ihrer Stärken in Ihrem Beruf am bedeutendsten sind und untermalen Sie diese wenn möglich auch mit Beispielen. Eine Mitgliedschaft in einem Verein oder bei der Freiwilligen Feuerwehr ist daher ein gutes Beispiel um Teamfähigkeit und Belastbarkeit zu umtermauern. Ihre Schwächen allerdings sollten Sie möglichst nicht mit einem Beispiel belegen. Hier reicht es berufsbezogene Schwächen zu nennen, was gleichzeitig ein Hinweis darauf sein kann, dass Sie sich bereits mit ihnen auseinandergesetzt haben.


6. Warum wurde das letzte Arbeitsverhältnis beendet?

Bei dieser Frage ist es sehr wichtig die Wahrheit zu sagen. Hat man Sie entlassen, dann geben Sie den Grund dafür offen zu. Es macht keinen guten Eindruck Tatsachen zu verschweigen oder zu verdrehen. Sollte Ihr zukünftiger Chef etwas derartiges herausbekommen, dann können Sie den Job gleich vergessen. Haben Sie aber von Anfang an mit offenen Karten gespielt, dann kann man Ihnen hinterher auch nichts mehr vorwerfen. Außerdem sollten Sie darauf achten Schuldzuweisungen zu vermeiden. Oder können Sie hundertprozentig ausschließen, dass Ihr zukünftiger Chef Ihren letzten Arbeitgeber kennt? Bleiben Sie am Besten so sachlich wie möglich.


7. Wie reagieren Sie in Stress- oder Konfliktsituationen?

Versuchen Sie nicht sich als der absolute Krisenmanager hinzustellen, wenn sie diesem Bild nicht gerecht werden, aber vergessen Sie auch nicht zu erwähnen, dass Sie mit Sicherheit bereits so einige Stresssituationen erfolgreich durchgestanden haben und dass Sie durch solche Situationen nur an Erfahrung gewinnen können und versuchen aus ihnen zu lernen. Was die Konfliktsituationen angeht sollten Sie versuchen sich nicht sofort als der Friedensstifter schlechthin darzustellen, sondern eher zeigen, dass sie diesen Situationen gewachsen sind. Erwähnen Sie dass sie ihnen mit dem nötigen Respekt, aber auch der nötigen Distanz begegnen können und Kritik gerne annehmen, um daraus zu lernen.


8. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Diese Frage ist zwar für das Unternehmen sehr wichtig, jedoch müssen Sie sie nicht beantworten. Sollten Sie in nächster Zeit eine achtköpfige Familie mit Hund oder einen Segelturn planen, dann müssen Sie darüber keine Auskunft geben, da dies aus privaten Gründen Ihre Chancen auf den Job verringert. Trotzdem sollten Sie dem Personalchef nicht unbedingt gleich eine Antwort strikt verweigern. Versuchen Sie entweder diese Frage elegant zu umgehen oder weisen Sie ihn dezent darauf hin, dass Ihnen diese Frage einfach zu privat sei. Bleiben Sie dabei nett und freundlich und der Personalchef wird es Ihnen nicht übel nehmen.


9. Was sind Ihre beruflichen Ziele?

Bei dieser Frage sollten Sie aufpassen, dass Sie Ihre Ziele weder zu hoch stecken, noch zu niedrig. Überlegen Sie sich bereits vorher welche Ziele für Sie realistisch sind und bringen Sie sie dem Personalchef auch dementsprechend überzeugend vor. Dadurch kann der Personalchef herausfinden, ob Sie sich in Ihrem Beruf wirklich einbringen und etwas erreichen wollen, oder ob dieser Beruf für Sie nur eine Übergangslösung ist. (Sollte es wirklich nur eine Übergangslösung sein, dann müssen Sie das ja nicht unbedingt erwähnen.)


10. Wie sieht es bei Ihnen mit anderen Nebenbeschäftigungen aus?

Sie sind dazu verpflichtet Ihrem zukünftigen Arbeitgeber über eventuelle Nebenbeschäftigungen Auskunft zu geben, da dieser Ihnen dafür eine Genehmigung erteilen muss. Sollten Sie dies nicht tun, dann kann eine Menge Ärger auf Sie zukommen. Nicht angegebene und genehmigte Nebenbeschäftigungen können zu einer fristlosen Kündigung führen. Also am Besten gleich von Anfang an ehrlich sein, dann kann auch nichts passieren.


11. Can we talk in English?

In vielen Berufen sind gute Englischkenntnisse ein wichtiges Einstellungskriterium. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass der Personalchef diese auch prüfen wird. Um nicht völlig unvorbereitet in dieses Gespräch zu gehen, sollten Sie Ihr Englisch möglicherweise etwas auffrischen oder sich berufsbezogene Redewendungen und Worte heraussuchen und lernen. Es macht immer einen guten Eindruck, wenn ein Bewerber sich bereits berufsbezogen in Englisch ausdrücken kann oder sich zumindest sicher und flüssig ausdrücken kann. Zusätzlich gibt Ihnen eine Vorbereitung auf ein mögliches englisches Gespräch Sicherheit und Sie brauchen sich nicht mehr davor zu fürchten - Ihr Auftreten wird selbstbewusster!


12. Könnten Sie mit mir ein Kundengespräch führen?

Um den Umgang eines Bewerbers mit den Kunden zu prüfen werden oft Rollenspiele eingesetzt. Dabei schlüpft der Personalchef in die Rolle eines Kunden und spielt eine Situation mit dem Bewerber durch, wie sie auch im normalen Ablauf des angebotenen Jobs vorkommt. Vielleicht kennen Sie bereits viele Situationen, die im Berufsalltag dieses Jobs vorkommen und können diese mit dem Partner oder einem Freund durchspielen. Ihr Gegenüber kann Ihnen dabei wertvolle Tipps geben und Ihnen Ihre Wirkung auf die Kunden erläutern. dadurch wissen Sie genau auf welche Dinge Sie bei dem Rollenspiel mit dem Personalchef achten müssen und wie sie mögliche Fehler umgehen.


13. Welches waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Natürlich können Sie hier erwähnen, dass Ihnen der Sportunterricht am meisten Spaß gemacht hat, aber vergessen Sie auch nicht, dass Sie vor allem berufsbezogene Fächer anführen. Auch wenn Sie den Deutschunterricht vielleicht nicht so gerne mochten, Deutsch aber sehr wichtig für Ihren Beruf ist, dann können Sie ruhig behaupten, es habe Ihnen Spaß gemacht.... Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie kein Fach als Lieblingsfach erwähnen, in dem Sie nicht einigermaßen gut waren, auch wenn dieses Fach für Ihren Beruf wichtig ist. In diesem Fall durchschaut der Personalchef Sie sofort und es verringert Ihre Chancen auf den Job erheblich.


14. Was sind Ihre Gehaltsvorstellungen?

Sind Ihre Gehaltsvorstellungen total überzogen, kann sich das erheblich negativ auf Ihre Bewertung auswirken. Zu niedrig sollten sie in Ihrem eigenen Interesse aber auch nicht ausfallen. Am Besten ist es, wenn Sie sich bereits im Vorfeld darüber informieren, wie viel ein angestellter in diesem Job durchschnittlich verdient. Sollten Sie in diesem Beruf schon einmal gearbeitet haben, dann können Sie auch gerne Ihren vorherigen Verdienst als Richtwert nehmen.


15. Haben Sie noch irgendwelche Fragen?

Sagen Sie bitte nie einfach nein, denn Fragen zu dem Unternehmen sind immer gern gesehen. Das zeigt die Ernsthaftigkeit der Bewerbung und Engagement. Vielleicht sind Ihnen bereits bei der Recherche über das Unternehmen Fragen eingefallen oder Sie ergeben sich aus dem Gespräch. Stellen Sie aber auf gar keinen Fall Fragen, die völlig überflüssig sind, nur um Fragen zu stellen! Im Notfall können sie immer noch sagen, dass sich alle Ihre Fragen bereits im Gespräch beantwortet haben.


Und denken Sie immer daran: Zeigen Sie Interesse und Engagement und fragen Sie nach!