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Was ist eine duale Ausbildung?


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Was ist eine duale Ausbildung?

Unter einer dualen Ausbildung versteht man eine Berufsausbildung, die teilweise in einem Betrieb und teilweise in einer Berufsschule durchgeführt wird.

Dabei übernimmt das jeweilige Unternehmen den praktischen Teil der Ausbildung und die Berufsschule den theoretischen. In Deutschland wird größtenteils diese Form der Ausbildung angeboten.

Wie sie im Detail abläuft, welche Vor- und Nachteile sie hat und ob eventuelle Veränderungen geplant sind, verraten wir Ihnen nun im Folgenden:


Wie läuft die duale Ausbildung im Detail ab?

Der Wechsel zwischen den beiden Ausbildungstypen erfolgt entweder in Form von Blockunterricht oder in Teilzeitform. Beim ersteren wenden sich die Auszubildenden erst nach einem längeren Zeitraum (mehrere Wochen) der einen Ausbildungsform der anderen für einen bestimmten Zeitraum zu. Bei der Teilzeitform hingegen kommt es zum regelmäßigen Wechsel von Theorie und Praxis innerhalb einer Woche. (z.B. 3 Tage Schule und 2 Tage arbeiten pro Woche)

Neben den Deutschen wenden vor allem auch die Schweizer und Österreicher dieses System erfolgreich an. Voraussetzung, um überhaupt eine Ausbildung anfangen zu können, ist ein Berufsausbildungsvertrag mit dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb.

Häufig wird die betriebliche Ausbildung noch durch eine überbetriebliche Ausbildung ergänzt, die außerhalb des eigentliche Unternehmens stattfindet und verhindern soll, dass der Auszubildende zu einseitig gefördert wird. Dies könnte sonst der Fall sein, da viele Betriebe sich schon zu sehr spezialisiert haben, um alle wichtigen Grundkenntnisse der Ausbildung den Auszubildenden zu übermitteln.

Ca. nach der Hälfte der Ausbildungszeit erfolgt eine Zwischenprüfung, die zu 35% der Note der Abschlussprüfung angerechnet wird. Die Lehrpläne werden landesweit gleich ausgerichtet und vom Schulministerium bestimmt. Am Ende jedes Schuljahres gibt es auch für die Auszubildenden ein Zeugnis zur Bewertung ihrer bisherigen Leistungen.

Ist die Ausbildung fast beendet steht eine Abschlussprüfung an, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht und von einem Prüfungsausschuss kontrolliert wird.

Welche Vorteile hat das duale System der Ausbildung?

  • Die Auszubildenden werden nicht einseitig gefördert, sondern erhalten einen angemessenen Mix aus Theorie und Praxis.
  • Theoretisch Gelerntes kann sofort angewandt werden und bleibt somit längerfristig im Gedächtnis.
  • Durch den praktischen Anteil wird der Auszubildende schon früh an das Berufsleben herangeführt.
  • Der Auszubildende erhält Motivation durch frühe positive Erfahrungen im Beruf (Er weiß wofür er lernt).
  • Kostenaufwendige Stellenausschreibungen und lange Einarbeitungszeiten können somit verhindert werden.
  • Theoretische Schwierigkeiten können durch praktische Leistungen ausgeglichen werden,

Welche Nachteile hat das duale System?

  • Hohe formale Anforderungen
  • Hohe Kosten
  • Eine weit fortgeschrittene Spezialisierung vieler Unternehmen.
  • Eine sinkende Bereitschaft der Unternehmen in nachhaltige ( -> teure) Ausbildung zu investieren.
  • Eine unzureichende Ausstattung der Berufsschulen mit qualifizierten Lehrkräften.

Gibt es Änderungsbestrebungen?

Seit dem Jahr 2006 ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung verstärkt dabei, noch bessere Ausbildungsmethoden als das hier vorgestellte duale Ausbildungssystem zu entwickeln. Dabei sollen die bereits angesprochenen Probleme gelöst und somit eine noch bessere Berufsausbildung ermöglicht werden.