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Wie sinnvoll können Recruiting-Events sein?


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Wie sinnvoll können Recruiting-Events sein?

Wer ernsthaft auf der Jobsuche ist, der lässt sich gern auch einmal auf sogenannten Recruiting-Events blicken. Warum nicht den zukünftigen Chef gleich persönlich kennenlernen? In gezielten Einzelgesprächen auf den Recruiting-Messen kann man die für die Personaleinstellung verantwortlichen Headhunter von sich überzeugen.

Doch wie laufen solche Recruiting-Events ab und sind sie wirklich sinnvoll?


Was sind Recruiting-Events?

Recruiting-Events bezeichnen Jobmessen, auf denen verschiedene, meist internationale Unternehmen gezielt auf die Suche nach Frischlingen sind. Damit sind Auszubildende, Studenten oder Hochschulabsolventen gemeint. Solche können sich für größere Recruiting-Events bewerben und in geplanten Einzel- oder auch Gruppengesprächen Eindruck hinterlassen. Für die Firmen sind als Vertreter die sogenannten Headhunter vor Ort oder auch Recruiter. Diese Personalverantwortlichen suchen nach geeigneten zukünftigen Mitarbeitern.

Der Bewerber selbst erscheint mit ausreichend Bewerbungsmappen-oder Flyern (siehe "Bewerbungsflyer - eine sinnvolle Variante der Initiativbewerbung?"), gepflegtem Äußeren und stellt sich den Firmen, in deren Profil er passt, vor. Oft gehen diese Recruiting-Events mehrere Tage, da nicht nur Gespräche geführt werden, sondern auch durchaus erste Eignungstests absolviert werden können. Besucher der Messen müssen sich jedoch nicht zwangsweise bewerben. Viele Messen erfordern keine vorherige Bewerbung, und sind einfach auch zur Orientierung gut.


Worauf sollte man als Bewerber achten?

Als Bewerber oder Besucher eines Recruiting-Events sollte man gut vorbereitet sein. Dazu gehört ein gepflegtes Äußeres (ordentliche Frisur, Kleidung etc.), Pünktlichkeit, Hintergrundinformationen über einzelne Unternehmen und genügend Bewerbungsmappen - oder Flyer. Diese sollten natürlich auch in ordentlicher Form verfasst sein. Hat ein Bewerber ein Interview mit einer ausstellenden Firma, sollte man sich im Vorfeld genügend interessierte Fragen überlegen und diese parat haben. Dabei sollte das Zuhören aber nicht vergessen werden. Aufmerksamkeit wird immer mehr geschätzt. Mit guten Fragen zeigt ein Bewerber Interesse, kann Hintergrundinformationen einwerfen. Immer gut kommen auch Fragen nach persönlichen Erfahrungen der Aussteller an.

Recruiting-Events - Sinnvoll oder nicht?

Um diese Frage zu beantworten, muss man das Ganze aus den verschiedenen Blickwinkeln sehen. Für Firmen sind diese Events natürlich von Vorteil. Obwohl sie viel Geld verschlingen (Stand, Miete, Zeit, Personal), können die Unternehmen ihre auch internationalen Bewerber direkt kennenlernen und gleich selektieren. Die Recruiter können sozusagen vor Ort die Spreu von dem Weizen trennen. Auch haben solche Messen repräsentative Funktion für die Unternehmen. Wer mitmacht, wird auch gesehen. Durch diese Events soll das Firmenimage aufgebessert werden.


Für Bewerber sind solche Recruiting-Events ideal, wenn sie schon genaue Berufsvorstellungen haben und so gezielt Termine mit einzelnen Firmen vereinbaren können, Interviews führen und sich Präsentieren können. Da man den Termin der Messe kennt, kann man sich gut darauf vorbereiten und individuelle Bewerbungsunterlagen vorzeigen. Aber natürlich haben diese Events auch Nachteile für (potenzielle) Bewerber.


Man kann viele Fehler machen, sich einige Chancen vermiesen und außer der womöglich langen und teuren Anreise nichts als Absagen mit nach Hause nehmen. Auch fehlt bei großen Recruiting-Events von z. B. einer einzelnen Firma das Familiäre. Bewerber werden in Massen eingeladen und wie am Flughafen durch die Interviews geschleust. Da kann ein hochqualifizierter Bewerber schon einmal durchfallen, da er einfach übersehen wird oder an einem einfachen Test scheitert.


Wem die Messen zu weit weg sind, der kann sich auch bequem im Internet rekrutieren lassen.


E-Recruitment - Jobbörsen und Karriereportale:

Seit Mitte der 90er Jahre gibt es auch das E-Recruiting, welches sich ab 2010 wachsender Beliebtheit erfreut, und das sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Bewerbern. Gemeint sind damit die über 200 Tausend Jobbörsen und Karriereportale im Internet, die neben virtuellen Jobmessen Bewerberdatenbanken erstellen und Karriereberatung anbieten. E-Recruiting ist also die Personalbeschaffung über das Internet.

In der Praxis finden Bewerber in den Jobbörsen Online-Bewerbungsformulare, die direkt ausgefüllt werden können und nach Kriterien wie Mindestanforderungen ausgewertet werden. Oftmals hat der Bewerber auch die Möglichkeit, einen individuellen Lebenslauf anzuhängen. Entspricht ein Bewerber den Kriterien, kann er an einem Online-Test teilnehmen und bei Bestehen greifen reale Menschen, die Recruiter, ins Geschehen ein, laden Bewerber zu Interviews ein und führen weitere Auswahlgespräche.

Klare Vorteile des E-Recruitings sind, dass niemand extra für den Test anreisen muss, keine Administratoren eingestellt werden müssen und die Recruiter sich für nach den Mindestanforderungen geeignete Bewerber mehr Zeit nehmen können. Auch müssen keine Unterlagen zurückgeschickt werden, was Ressourcen und Zeit spart, also alle Arbeitsvorgänge optimiert.


Fazit:

Letztendlich muss jedoch jeder entscheiden, ob Recruiting-Events für ihn das Richtige sind. Für Bewerber, die genau wissen, was sie wollen, kann sich der Besuch einer Messe lohnen, aber auch Besuchern zur beruflichen Orientierung dienen.